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WordPress: Weiße Seite

Eines der häufigsten Probleme die in Verbindung mit WordPress auftreten können ist der Horror eines jeden Webmasters: Der ominöse weiße Bildschirm oder auch White Screen genannt. Weder der Inhalt der Seite noch der Admin-Bereich sind dadurch zugänglich. Wichtig: Keine Panik! Im Regelfall wird dieser Fehler nicht durch WordPress selbst ausgelöst, sondern durch einen Fehler/Konflikt mit einem Theme oder Plugin.

Sollte dieser Fehler bei Ihnen aufgetreten sein benötigen Sie in jedem Fall Folgendes:

  • Den FTP Zugang zu Ihrer WordPress Website
  • Einen FTP Client, mit dem sich sich verbinden können
  • Einen Editor (z.B. Notepad, etc.)

Fehlersuche eingrenzen

  • Ist der Fehler bei einer Plugin oder Theme Aktualisierung aufgetreten?
  • Wurde händisch an der wp-config.php etwas geändert?
  • Reicht eventuell der verfügbare Hauptspeicher (RAM) nicht aus?

Hilfe: WordPress Debugging Modus aktivieren

Zuerst einmal sollten Sie das so genannte Debugging in WordPress aktivieren. Damit lassen sich die PHP-Fehlermeldungen sichtbar machen. Hierzu verbinden Sie sich via FTP Client mit Ihrer WordPress Website laden sich die Datei wp-config.php herunter und passen diese an indem Sie folgenden Code mit einem Editor ändern:

Laden Sie nun die Datei wieder via FTP hoch und rufen Sie WordPress wieder im Browser auf. Sie sollten nun zwar immer noch einen White Screen haben, allerdings sollte nun auch eine Fehlermeldung erscheinen, die Ihnen dabei hilft, den Übeltäter zu finden. Diese könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

Durch die Fehlermeldung bekommen wir nun folgende Informationen: Die Datei wp-seo.php gehört zu dem Plugin WordPress SEO und verursacht in Zeile 43 einen Fehler. Durch das Aktivieren des Debugging Modus erhalten wir also wichtige Informationen, die uns die Fehlersuche erleichtern.

Typische Fehlermeldungen von WordPress, die bei der Behebung von Problemen hilfreich sein können:

  • Cannot modify header information – headers already sent: Dieser Fehler liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit in dem Theme oder Plugin, welches Sie aus dem Dateipfad herauslesen können. Deaktivieren Sie das verantwortliche Plugin/Theme durch Umbenennen des Ordners und wenden Sie sich an dessen Autor oder Support.
  • Call to undefined function: Deaktivieren Sie auch hier das verantwortliche Plugin oder Theme durch Umbenennen des Ordners und wenden Sie sich an den Support.
  • Allowed memory size exhausted: Hier müssen Sie in Ihrem Webhosting Paket das PHP Memory Limit prüfen und anpassen bzw. anpassen lassen.
  • Maximum execution time exhausted: Hier müssen Sie in Ihrem Webhosting Paket die PHP Execution Time zu erhöhen.

Wichtig: Nach Behebung der Probleme sollte der Debugging Modus wieder deaktiviert werden.

Lösung: Plugin(s) wurde(n) aktualisiert oder aktiviert

Oftmals kann es passieren, dass nach einer Plugin-Aktualisierung oder Aktivierung (nach Installation eines neuen Plugins) dieser Fehler auftritt. Um WordPress nun wieder zum laufen zu bringen muss das Plugin händisch deaktiviert werden. So gehen Sie vor:

  1. Loggen Sie sich via FTP Client auf dem Server (Webspace) ein, wo Ihre WordPress Installation liegt
  2. Navigieren Sie zum Plugin Ordner „/wp-content/plugins/“ -> Bennen Sie nun den Ordner des Plugins, welches den Fehler verursacht, einfach um. Beispiel: „wordpress-seo“ -> „wordpress-seo1“. Durch die Umbenennung wird das Plugin deaktiviert.
  3. Rufen Sie Ihr WordPress Backend im Browser auf. Ihre Webseite sollte nun wieder funktionieren und der White Screen sollte verschwunden sein.

Lösung: Theme wurde aktualisiert oder aktiviert

Tritt der Fehler bei Aktualisierung oder Aktivierung eines Themes auf, ist die Fehlerbehebung nahezu identisch. Verbinden Sie sich mit Ihrem FTP Clienten mit Ihrem Server und navigieren Sie in den Ordner wp-content/themes/mein-theme und benennen Sie diesen um. Dadurch wechselt WordPress wieder zurück auf das Standard-Theme. Wenn das den Fehler behebt, enthält das Theme einen Fehler oder eine Inkompatibilität mit einem der aktiven Plugins.